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Willkommen zu Freeware-Schach!
Freeware-Schach ist weitgehendst selbst erklärbar. Für ein normales Spiel müssen Sie die Anleitung nicht lesen. Ich habe versucht diese möglichst kurz zu halten.

Inhaltsverzeichnis

Nach dem Start öffnet Freeware-Schach das Schachbrett- und das Hauptfenster.

1 Das Schachbrettfenster

Hier werden die Figuren auf dem Spielbrett dargestellt. Ihre Figuren bewegen Sie, indem Sie auf das Start- und Zielfeld klicken. Nachdem auf das Startfeld einer eigenen Figur geklickt wurde, werden die Felder, die diese Figur erreichen können, für einige Sekunden farbig markiert.
Ihre Bauern bewegen Sie von unten nach oben. Wenn es Ihnen gelingt, einen Bauern auf die gegnerische Grundlinie zu setzen, öffnet sich ein Dialog in der Sie die Figur anklicken, zu der der Bauer umgewandelt werden soll.
Möchten Sie Ihren Zug rückgängig machen, drücken Sie auf den Pfeil in der Toolbar.
Nach einem Zug werden dessen Start/Ziel-Felder mit einem Symbol gekennzeichnet. Diese Kennzeichnung kann unter dem Menü "Einstellungen" abgeschaltet werden.
Geschlagene Figuren stehen sortiert nach Farbe und Wertigkeit am Rand.

1.1 Markierungen im Brettfenster

Oben rechts befindet sich ein farbige Markierung mit einer Zahl 1 bis 9, welche die Chancen Ihres Gegenspielers anzeigt. Die Farbe rot mit einer Zahl 1 bis 3 bedeutet für den Computer nichts Gutes. Gelb (4..6) mittelmäßig, und mit grün (7..9) steht Freeware-Schach gut da. Siehe auch Erkennung Chancen.
Dann finden Sie am rechten Rand noch einen weißen sowie einen schwarzen Stein, mit der Bezeichnung "M" (=Mensch) und "C" (=Computer). Damit können Sie erkennen wer am Zug ist und wer welche Farbe hat.

1.2 Rochade

Eine Rochade führen Sie aus, indem Sie den König zwei Felder Richtung Turm ziehen. Dabei darf der König nicht im Schach stehen.

1.3 Remis

Werden drei gleiche Züge hintereinander gespielt, endet die Partie mit Remis. Beim letzten Zug entscheidet der Computer, ob er das Remis durch die Wahl eines anderen Zuges verhindert. Dies ist der Fall, wenn er von der Figurenstärke her besser oder gleichwertig als der Gegner da steht. Nach dem zweiten Zug erscheint ein Warnhinweis.
Auch wenn kein Spieler den Gegner von der Figurenstärke her matt setzen kann, endet die Partie mit Remis.

1.3.1 Remis Vorschlag

Mit dem Button "0:0" oder der Funktion im Menü "Spiel/Remis Vorschlag" können Sie dem Computergegner ein Remisangebot machen. Dieser Button ist aktiv, wenn

  • Es auf beiden Seiten nur noch wenige Figuren gibt und
  • seit den letzen fünf Zügen kein Bauer bewegt wurde und
  • der Computer Gegner von der Figurenstärke nicht deutlich besser dasteht.

Ferner können Sie auch Remis anbieten, wenn die 50 Züge Regel erfüllt ist: Also wenn die letzten 50 Züge keine Figur geschlagen und kein Bauer bewegt wurde.

Wechselt der Remis Button auf "aktiv", erscheint eine Meldung in der Meldezeile und im Protokoll. Nach dem Buttonklick, wird nach Remis gefragt. Bestätigen Sie diesen Dialog, endet das Spiel mit Remis.

1.4 Patt

Kann ein Spieler keinen Zug tätigen ohne das sein König matt steht und dieser auf seinem Feld nicht geschlagen werden kann, endet die Partie mit einem Patt. Damit kann sich ein schwacher Spieler in ein Remis retten.

2 Das Hauptfenster

Hier können Sie Einstellungen vornehmen, sowie Partien sichern und laden.
Ein Protokoll dokumentiert alle Ereignisse und die gesetzten Züge. Wird dort auf einen Zug geklickt, erscheint die entsprechende Stellung auf dem Brett. Den Protokolltext können Sie in die Zwischenablage kopieren (Rechtsklick oder Strg-C).
Zwei Uhren zeigen die Bedenkzeit beider Spieler an. Während der Berechnungszeit sehen Sie einen Wartebalken. Wenn dessen Farbe auf grün wechselt, wird die Berechnung beschleunigt zu Ende geführt. Das betrifft nur die Schwierigkeit "mittel". Mit dem blinkenden Rechteck in der Toolbar (oder der ESC-Taste) können Sie die Berechnung jederzeit abbrechen.
Sobald der Computer seinen Zug berechnet hat, wird in der Statuszeile (unten) die Anzahl der analysierten Stellungen in Millionen Züge (MZ) und die Analysegeschwindigkeit in Millionen Züge pro Minute (MZ/min) angezeigt. Damit ist es möglich, die Prozessorgeschwindigkeit mehrerer Computer zu vergleichen.
Ferner wird in der Statuszeile mit "T5" die maximale Rechentiefe (z.B.5) angezeigt. Dahinter folgt noch ein Buchstabe, der die Spielphase angibt:
S=Startphase 1; T=Startphase 2; W=Versuch BauernWandlung; E=Endspiel; K=Versuch den gegnerischen König an den Rand zu drängen

Mit einem Rechtsklick öffnet sich ein Popup-Menü mit:

  • Protokoll in Zwischenablage "Ctrl+C"
  • Partie an den Anfang "Pos1"
  • Partie an das Ende "Ende"
  • Partie laden schnell "L"
  • Partie speichern schnell "S"

Hotkeys

Durch Druck auf eine Hotkey-Taste wird die entsprechende Funktion sofort ausgeführt:

HotkeyFunktion
F1Hinweisfenster
F2Neue Partie starten
F3Figurentausch
Ctrl+CProtokoll in Zwischenablage
ESCDurchlaufen der Züge abbrechen
Pos1 (Home)Zum Start der Partie
EndeZum Ende der Partie
Pfeil linksZug zurück
Pfeil rechtsZug (oder Vorschlag) vor
LLaden Schnell (empfohlen)
SSpeichern Schnell (empfohlen)
FFiguren Setzen
EExport FEN in Zwischenablage
Alt+F4Programm beenden

2.1 Menüpunkt "Einstellungen"

2.1.1 Wer fängt an?

Legen Sie hier fest, welcher Spieler die weißen Figuren hat und anfängt. Mit dem Ampel-Button, mit der Funktionstaste F2 oder im Menü "Spiel-Start" starten Sie eine neue Partie.

2.1.2 Schwierigkeitsstufe

Die Schwierigkeitsstufe können Sie jederzeit im Menü "Einstellungen" von "sehr leicht" (für Kinder) bis "schwer" (für die geduldigen Spieler) einstellen. Mit der Schwierigkeit "mittel" (empfohlen) wird bis in die fünfte Tiefe gerechnet: Also schwarz-weiß-schwarz-weiß-schwarz. Mit "schwer" bis in die sechste Tiefe.
Im Endspiel (wenig Figuren) oder wenn der Computer stark bedroht wird, wird die Tiefe automatisch erhöht, da die Anzahl der Zugmöglichkeiten rapide sinkt. Hier spielt auch die CPU-Geschwindigkeit eine Rolle: Je schneller Ihr Prozessor ist, umso eher wird auf eine höhere maximale Tiefe geschaltet.
Ihre gewählte Schwierigkeitsstufe wird in der Konfigurationsdatei hinterlegt und wird beim nächsten Programmstart automatisch eingestellt.

2.1.3 Optimierung

Im Einstellungsmenü legen Sie fest, ob "optimiert" werden soll. Voreinstellung: "Optimierung eingeschaltet".
"Optimierung" bedeutet, dass die Züge, die das Programm als "sinnlos" betrachtet, nicht weiter berücksichtigt werden. Auch Züge, die dem Anschein nach, hohe, einseitige Verluste bringen, werden nicht weiter verfolgt.
Gibt es davon viele, wird ab einem gewissen Punkt (abhängig von Ihrer Prozessorgeschwindigkeit) die Rechentiefe automatisch erhöht, da nicht mehr so viele Züge berücksichtigt werden müssen.
Info in der Statuszeile: "opt x/y". Die Zahl "y" gibt die Anzahl aller möglichen Züge in der ersten Tiefe an. "x" ist die Zahl der Züge ohne hohe Verluste, die in der ersten Tiefe berücksichtigt werden.

2.1.4 Vorschlag

Ein Zugvorschlag wird angezeigt, wenn Sie auf den Toolbutton "Vorschlag" (Glühbirne) klicken. Sie können sich auch Vorschläge automatisch nach jedem Zug in das Protokoll schreiben lassen: Aktivieren Sie dazu im Menü "Einstellungen" die Funktion "Vorschlag". Vorschläge werden mit der Schwierigkeitsstufe "mittel" berechnet. Es wird daher einige Sekunden dauern, bis der Vorschlag angezeigt werden kann.
Sobald ein Vorschlag gegeben wurde, können Sie diesen Zug mit dem Button oder der Taste "Pfeil rechts" setzen lassen.
Wollen Sie mal Ihren Computer gegen sich selbst spielen lassen? Aktivieren Sie im Menü "Einstellungen" die Funktion "Vorschlag". Jetzt können Sie mit dem Button "Pfeil rechts" Zug um Zug vorwärts setzen lassen.

2.1.5 Markiere Felder letzter Zug

Nach einem Zug werden die Start / Ende Felder mit einem Symbol gekennzeichnet. Dies kann hier abgeschaltet werden.

2.1.6 Figurenauswahl

Es stehen zwei Sätze von Figuren zur Auswahl. Im Menü "Einstellungen" können Sie festlegen, welcher Figurensatz angezeigt werden soll.

2.1.7 Sprachauswahl

Beim ersten Start von Freeware-Schach werden Sie nach Ihrer Sprache gefragt. Klicken Sie auf die Fahne "Deutsch", "Großbritanien" oder "Frankreich". Später können Sie die Sprache im Menü "Einstellungen/Sprache" noch ändern.
Ferner können Sie hier noch Ihren Namen eingeben (3 bis 10 Zeichen). Dieser wird an verschiedenen Stellen im Programm angezeigt.

2.2 Menüpunkt "Spiel"

2.2.1 Figurentausch

Möchten Sie mit der Stellung Ihres Gegners weiterspielen, dann tauschen Sie die Figuren mit der Funktion im Menü "Spiel-Figurentausch".

2.2.2 Setze Figuren

Hier können Figuren auf dem Brett beliebig gesetzt werden. Das wäre beispielsweise interessant für das Lösen von Schach-Rätseln. Starten Sie die Funktion im Menü "Spiel/Setze Figuren". Vorher sollten Sie eine laufende Partie speichern, da diese nach dem Verlassen der Funktion nicht mehr verfügbar ist.
Es erscheint ein neues Fenster. Mit der Taste F1 rufen Sie ein Fenster mit nützlichen Hinweisen auf.
Sie können alle Figuren vom Spielfeld entfernen, wenn Sie auf den Button mit den "vier Quadraten" klicken. Jetzt können Sie entweder mit der Maus oder über Tastatur die Figuren setzen:
Mit der Maus: Klicken Sie das Feld an, welches geändert werden soll. Nun klicken Sie im "Setzen-Fenster" auf die zu setzende Figur - oder "Freifeld".
Es ist auch möglich, die Figuren mit der Maus wie bei einem "normalen Spiel" zu verschieben.
Mit der Tastatur: Bewegen Sie die farbige Markierung auf dem Brett mit den Pfeiltasten zu dem Feld, welches Sie ändern wollen. Drücken Sie die Taste "w" wenn Sie eine weiße Figur setzen wollen, "s" für schwarz. Mit dem Drücken einer Taste wird die Figur gesetzt: b=Bauer, p=Pferd, l=Läufer, t=Turm, d=Dame, k=König. Wenn Sie mehrere Figuren einer Farbe setzen wollen, brauchen sie die Farbtaste "w" oder "s" nur einmalig zu drücken. Wollen Sie die markierte Figur entfernen, drücken Sie die Leertaste oder die Taste "Entf".
Ferner kann festgelegt werden, welche Farbe der Mensch haben soll und welcher Spieler den nächsten Zug durchführt. Sie können auch bestimmen, ob Rochaden noch durchgeführt werden dürfen.

2.2.2.1 Buttons FEN Export/Import

Freeware-Schach unterstützt die "Forsyth Edwards Notation" (FEN). Darunter versteht man eine Zeichenfolge, mit der jede beliebige Stellung beschrieben werden kann. Mit den Buttons FEN Export / FEN Import kann diese Zeichenfolge in die Zwischenablage kopiert oder aus dieser gelesen werden. Das bedeutet: Kopieren Sie (z.B. aus dem Internet oder einem anderen Schachprogramm) eine FEN-Zeichenfolge in die Ablage und klicken Sie auf den Button "FEN-Import". Daraufhin wird die entsprechende Stellung auf dem Brett dargestellt und Sie können damit spielen. Oder Sie kopieren mit dem Button "FEN Export" eine Stellung aus Freeware-Schach in die Ablage und Sie können diese in ein anderes Schachprogramm übertragen. Natürlich muss dieses Schachprogramm ebenfalls FEN unterstützen. Mit einem normalen Editor können Sie die FEN-Zeichenfolge ändern. Tante Google verrät Ihnen noch mehr zum Thema "FEN".
In der Konfigurationsdatei können bis zu fünf Brettstellungen hinterlegt werden. Mit den Hotkey-Tasten 1..9 werden diese hier dargestellt.

2.2.2.2 Setze Figuren beenden

Mit dem Button "Abbruch" (rotes "X") kehren Sie zum "normalen" Spiel zurück. Ihre Änderungen auf dem Brett werden rückgängig gemacht. Mit dem Button "Fertig" (grüner Haken) wird die Funktion "Setze Figuren" verlassen und es kann mit dem gesetzten Brett gespielt werden. Es erfolgt eine Plausibilitätsprüfung. Sie können beispielsweise nur weiter spielen, wenn jede Partei einen König hat. Auch ist es nicht erlaubt, wenn ein König im Schach steht und der Gegner ist am Zug.
Sie sollten, nachdem die Funktion verlassen wurde, Ihre Änderungen am Brett speichern (siehe Menü "Datei").

2.2.3 Export FEN in Zwischenablage

Damit wird der FEN Zeichenstring der aktuellen Brettstellung in die Zwischenablage kopiert. Nähere Einzelheiten zu FEN finden Sie im Kapitel Figuren setzen.

2.2.4 UCI

UCI ist etwas für Leute, die sich näher mit Schachprogrammen befassen.
Unter UCI (Universal Chess Interface) versteht man eine Schnittstelle, mit der es möglich ist, zwei Schachprogramme automatisiert gegeneinander spielen zu lassen.
Freeware-Schach (FWS) unterstützt UCI: Sie können festlegen, ob Freeware-Schach (FWS) die Züge berechnet, oder ob Sie die Partie spielen wollen. FWS schickt diese Züge an das gegnerische Schachprogramm. Im FWS-Fenster können Sie die Partie spielen oder verfolgen.
Ein schönes Beispiel ist das "Open Source" Schachprogramm "Stockfish". Mit Version 2.2.2 habe ich getestet. Stockfish besitzt im Gegensatz zu FWS keine grafische Oberfläche (GUI). Es ist ein Konsolenprogramm. Um damit ohne UCI-Verbindung zu spielen, muss man es in einer Kommandozeile (cmd.exe) starten und die Züge mühsam über die Tastatur eingeben. FWS startet Stockfish, tauscht die Züge über die UCI-Schnittstelle aus, und schließt das Programm am Ende einer Partie.
Stockfish ist ein sehr spielstarkes Programm. Wenn Sie also ein Schachmeister sind und immer gegen FWS gewinnen, können Sie über dessen grafische Oberfläche gegen Stockfish spielen und ins Schwitzen kommen :-)
Theoretisch können Sie auch ein anderes Schachprogramm, welches UCI unterstützt, verwenden. Praktisch kann ich nicht beurteilen, wie kompatibel diese Programme sind.
FWS unterstützt jedoch nur eine Richtung: Sie müssen die GUI (grafische Oberfläche) von FWS verwenden. Die Ein- und Ausgaben des anderen Schachprogramms müssen über die Konsole laufen. FWS kann nicht die GUI eines anderen Schachprogrammes steuern.
UCI eignet sich für mich gut zum Testen, oder um die Spielweise von FWS zu verbessern. Dazu könnte ich FWS in einen "Lernmodus" versetzen und FWS tagelang gegen Stockfish spielen lassen. Nach jeder Partie werden die Bewertungsparameter automatisch geändert und übernommen falls FWS besser spielt.

2.2.4.1 Einrichten UCI am Beispiel Stockfish

  • Holen Sie sich Stockfish als ZIP-Datei aus dem Internet: Stockfish (Engine: Stockfish ... for Windows)
  • Kopieren Sie die Datei "stockfish-222-32-ja.exe" aus dem ZIP-Archiv am besten in das Verzeichnis Ihrer Schach.exe.
  • Starten Sie Freeware-Schach.
  • Rechtsklick im kleinen Fenster.
  • Im "Pull Down Menü" die Funktion "UCI Einrichten" starten.
  • Es öffnet sich ein neues Fenster.
  • Dort klicken Sie auf den Button oben rechts und wählen die Stockfish-Datei aus.
  • Stockfish müsste jetzt in dem großen Anzeigefeld eine Meldung schreiben.
  • Das war es auch schon.

Sollte das gegnerische Schachprogramm einen Parameter benötigen, wie z.B. GnuChess "-u", geben Sie diesen einfach hinter dem Dateinamen (mit einem Leerzeichen getrennt) ein.

Mit einem Klick auf den Startbutton (Dreieck) starten Sie die erste Partie Freeware-Schach : Stockfish. Mit dem Pausebutton (Rechteck) halten Sie das Spiel an. Mit einer Checkbox können Sie die Figurenfarbe von FWS festlegen.
Möchten Sie gegen Stockfish spielen? Starten Sie Freeware-Schach, Rechtsklick im kleinen Fenster, Starten Sie die Funktion: "UCI gegen Mensch". Nun müsste in der Statuszeile (ganz unten im kleinen Fenster) links "UCI" stehen. Die Zahl dahinter gibt die zugewiesene Rechenzeit an Stockfish in Millisekunden an. Die Zeit kann in der Konfigurationsdatei geändert werden. Wenn Sie wieder gegen FWS spielen möchten, entfernen Sie den Haken vor "UCI gegen Mensch" im "Pull Down Menü".

2.2.4.2 UCI Datenaustausch über Pipes

Sobald Stockfish gestartet wurde, sendet FWS "isready". Stockfish muss mit "readyok" antworten. FWS sendet jetzt den ersten Zug:
"position startpos moves e2e4" und "go movetime 1000".
Die Zahl gibt die zugewiesene Rechenzeit in Millisekunden (einstellbar in der Konfigurationsdatei) für Stockfish an. Nun wartet FWS bis Stockfish fertig ist. Stockfish gibt den berechneten Zug mit
"bestmove e7e5 ponder g1f3"
aus. Der Zug hinter "ponder" ist aus Sicht von Stockfish der beste Gegenzug.

2.2.5 Mensch spielt gegen Mensch

Diese Funktion ist dazu gedacht, wenn Sie gegen sich selbst, oder gegen einen menschlichen Partner spielen wollen und Sie kein Schachbrett zur Hand haben. Es eignet sich auch gut zum Nachspielen von Partien und der Erstellung von PGN-Dateien.
Sie ziehen abwechselnd auf beiden Seiten. Zugvorschläge können Sie sich geben lassen. Ihre Partie können Sie wie gewohnt abspeichern.

2.2.6 Fernschach über Mail

Sie starten Freeware-Schach, und Ihr Spielpartner startet ebenfalls Freeware-Schach auf seinem Rechner. Nun können Sie von jedem Ort mit Internetzugang gegen Ihre Schachfreunde spielen. Ferner ist es möglich, während des Spieles Nachrichten auszutauschen.
Die Verbindung erfolgt über Ihre Mailbox via POP3 und SMTP. Freeware-Schach verschickt und empfängt Mails, ist also mit "Outlook und Co" vergleichbar.

Gestartet wird Fernschach unter dem Menüpunkt "Spiel": Dort gibt es ein separates Fenster, in dem es drei verschiedene Karteikarten mit folgenden Reitern gibt:

  • Einstellungen
  • Kontakt
  • Mitteilungen

2.2.6.1 Karteikarte "Einstellung"

Wird Fernschach zum ersten Mal gestartet, erscheint die Ansicht "Einstellungen". Hier geben Sie die Daten zu Ihrem Mail-Konto ein. Auf der Internetseite Ihres Mail-Anbieters finden Sie die Einstellungsparameter.

  • für Postausgang (SMTP):
    • Servername (z.B. mail.gmx.net)
    • Port (Voreinstellung: 25)
    • Verschlüsselung
      • Keine Verschlüsselung: Empfohlen für Port: 25
      • Implizit TLS Verschlüsselung: Empfohlen für Port: 465
      • Explizit TLS Verschlüsselung: Empfohlen für Port: 587
      • Require TLS
    • Server verlangt Authentifizierung (Ja/Nein Voreinstellung: Ja)
    • Benutzername (z.B. Max.Mustermann@gmx.de oder meineNr4711)
    • Passwort (wird verschlüsselt(!) in die Konfig-Datei hinterlegt)
  • für Posteingang (POP3):
    • Servername (z.B. pop.gmx.net)
    • Port (Voreinstellung: 110)
    • Verschlüsselung
      • Keine Verschlüsselung: Empfohlen für Port: 110
      • Implizit TLS Verschlüsselung: Empfohlen für Port: 995
      • Explizit TLS Verschlüsselung
      • Require TLS
    • Benutzername (z.B. Max.Mustermann@gmx.de oder meineNr4711)
    • Passwort (wird verschlüsselt(!) in die Konfig-Datei hinterlegt)
    • Interval [Sek.] (Zeit zwischen zwei Abfragen auf dem Mailserver)
    • Variables Interval (Abfragezeit ändert sich automatisch (empfohlen))

Verschlüsselung (openSSL)
Dieser Verschlüsselungszirkus ist recht kompliziert. Im Prinzip tauscht Schach mit Ihrem Provider Schlüssel aus, womit Schach die Mails ver- und entschlüsseln kann. Das dafür nötige Programm ist in "libeay32.dll" und "ssleay.dll" untergebracht. Diese beiden Dateien finden Sie in meiner Schach-Zip-Datei und werden nur für verschlüsseltes Fernschach benötigt.
Informieren Sie sich bitte, welche Ports Ihr Provider verwendet. Je nach Port wird ein bestimmtes Verschlüsselungsverfahren angewendet. Unterschieden wird zwischen explizit (Port 587) und implizit (Port 465 und 995). Implizit bedeutet, dass die Verschlüsselung Pflicht ist. Bei explizit kann eine Verschlüsselung erfolgen, muss aber nicht. Werden andere Ports verwendet, bleibt Ihnen leider nur ein Ausprobieren übrig.
Ich denke "require TLS" benötigen Sie nicht. Diese Einstellung habe ich nur zu Testzwecken eingebaut.

Einstellung Zeitinterval Mailabfrage
Es gibt Mailanbieter, die lassen nur Mailabfragen ab einem bestimmten Zeitinterval zu. Wenn zu oft nach eingegangenen Mails abgefragt wird, kann es passieren, dass Ihr Mailserver nach einer gewissen Zeit nicht mehr reagiert. Dumm, wenn Sie mitten in einer Partie sind.
Schauen Sie bitte auf der Homepage Ihres Mailanbieters nach "Zeitintervall Pop3 Server". Die Werte für gmx.de liegen bei 60 Sekunden (in der Free-Version). Diese Wartezeit auf einen Gegenzug ist natürlich hart. Daher habe ich die Checkbox "Variables Interval" eingebaut. Das bedeutet: Warten Sie auf einen Zug, erfolgt die Mailabfrage alle 5 Sekunden. Je länger Sie warten, umso größer wird das Interval, bis Ihr eingestellter Wert erreicht wird. Sind Sie am Zug, wird nur mit dem eingestellten Wert (z.B.60 Sekunden) abgefragt. Damit kann man leben. gmx.de scheint das zu tolerieren.
Nach Bestätigung Ihrer Eingaben, gelangen Sie automatisch auf die Karteikarte "Kontakt".

2.2.6.2 Karteikarte "Kontakt"

Hier geben Sie die Mailadresse Ihres Schachpartners ein und legen die Farbe Ihrer Spielfiguren fest. Nach Bestätigung wird eine Mailanfrage an Ihren Schachpartner gesendet. Hat Ihr Schachpartner Freeware-Schach mit der Funktion "Fernschach" gestartet und befindet sich auf der Karte "Kontakt", wird Ihr Partner gefragt, ob er mit Ihnen spielen möchte. Wenn er zustimmt, wird auf beiden Seiten die Karte "Mitteilung" aufgeschlagen. Jetzt kann das Spiel mit dem ersten Zug einer weissen Figur gestartet werden.
Der Mailverteiler
Hier haben Sie die Möglichkeit, Mailadressen in eine Verteilerliste (CC) einzugeben. Mehrere Mails sind mit einem Komma zu trennen. Die Empfänger in der Verteilerliste werden nur am Ende der Partie angemailt. In der Mail steht nur die gespielte Partie im PGN Format. Diese Funktion wäre für Schachvereine interessant. Als Voreinstellung steht die Mail: "freeware.schach@gmail.com" im Eingabefeld. Hier geben Sie dem Author von Freeware-Schach die Möglichkeit, Ihre gespielten Partien zu betrachten. Wenn Sie das nicht wollen, können Sie natürlich die Mailadresse aus dem Feld löschen.

Sollte es zu Verbindungsfehlern kommen, gelangen Sie wieder auf die Karte "Einstellungen".

2.2.6.3 Karteikarte "Mitteilungen"

Während des Spieles sollte diese Karte aufgeschlagen bleiben.
Hier gibt es zwei Felder. Im unteren Feld können Sie eine Nachricht an Ihren Schachpartner verfassen. Sobald Sie auf den Sende-Button klicken, wird die Nachricht versendet.
Im oberen Feld werden eingehende Nachrichten Ihres Gegners oder sonstige Hinweise mit Uhrzeit angezeigt.

2.2.6.4 Allgemeines

Normalerweise löscht Freeware-Schach die Mail sofort nach dem Erhalt auf Ihrem Mailserver. Ist die Gegenstelle nicht erreichbar, kann die Mail nicht gelöscht werden. Daher kann es vorkommen, dass die eine oder andere Mail auf Ihrem Mailserver stehen bleibt. Natürlich können Sie diese Mail mit Ihrem "normalen" Mailprogramm löschen.
Auf den Karten "Kontakt" und "Mitteilung" finden Sie unten links einen weissen Punkt. Wenn dieser die Farbe wechselt, wird abgefragt, ob neue Mails eingegangenen sind. Die Zahlen daneben bedeuten "die Zeit zwischen zwei Mailabfragen" und "die verbleibende Zeit zur nächsten Mailabfrage".

2.2.6.5 Probleme mit dem Mailaustausch

Sollte es zu Problemen kommen, beenden Sie ein eventuell laufendes Mail-Programm (z.B. Outlook).
Bitte prüfen: Landen die Mails im Spam-Filter? Falls ja, sollten Sie die Mailadresse Ihres Gegners in die Spam-Withelist Ihres Mailproviders setzen.
Eine Firewall könnte die Verbindung zum Internet blockieren.
Sollte keine Mail empfangen werden, kann es daran liegen, dass das eingestellte Zeitintervall zu kurz ist, oder Ihr Mailserver momentan überlastet ist. Da hilft nur warten, oder -wenn es öfter vorkommt- sich nach einem anderen Mailanbieter umschauen.
Wenn es absolut nicht läuft, wäre zu überlegen, ob Sie sich bei einem anderen Freemailer (z.B.GMX) für Fernschach ein separates Konto einrichten.
Erfolgreich getestet habe ich den Freemailer "gmx.de". Es gibt Anbieter, die leiten Mails erst nach mehreren Minuten weiter: z.B. "mail.de".

2.3 Menüpunkt "Datei"

2.3.1 Partien speichern und laden

Im Menü "Datei" finden Sie Funktionen mit denen Sie Ihre Partien speichern und laden können. Mit Speichern/Laden "Schnell" ist nur gemeint, daß Sie Pfad und Dateiname nicht angeben müssen. Damit wird die Datei "FreewareSchach.pgn" in Ihrem Schachverzeichnis angesprochen (das ist am einfachsten). Mit dem "normalen" Speichern/Laden können Sie auch einen anderen Dateinamen sowie ein anderes Verzeichnis verwenden. Die Dateierweiterung ".pgn" ist jedoch zwingend.
"PGN" bedeutet "Portable Game Notation"; dieses Dateiformat, speziell für Schachpartien, können viele andere Schachprogramme öffnen. Interessant ist auch, sich PGN-Dateien von anderen Schachspielern aus dem Internet zu holen und diese mit Freeware-Schach zu öffnen und analysieren.
Es können beliebig viele Partien in einer PGN-Datei gespeichert werden. Ferner sind PGN-Dateien mit einem Texteditor lesbar; damit können auch einzelne Partien gelöscht werden.
Vor dem Speichern einer Partie öffnet sich ein Fenster, in dem Sie einige Angaben über die Partie hinterlegen können (z.B. Name Spieler, Spielort, ...).
Wenn Sie eine Partie laden wollen, dessen PGN-Datei mehr als ein Partie enthält, öffnet sich ein Fenster mit einer Liste von Partien. Aus dieser Liste wählen Sie eine Partie aus. Während des Abspielens können Sie die Funktion "Spiel / Brett drehen" verwenden.
Nach dem Laden einer Partie können Sie mit den Pfeiltasten links/rechts, sowie den Pfeilbuttons in der Toolbar Züge einzeln vor- und zurücksetzen. Mit der Taste "Pos1" (oder Anfang, Home) wird die Partie schnell an den Start gesetzt, mit "Ende" an den Schluß.
Sie können in Ihrem Betriebssystem "PGN" Dateien mit Freeware-Schach verknüpfen. Damit starten Sie ihr Programm durch ein Klick auf eine PGN-Datei im Explorer.
Auch mit "Drag and Drop" einer PGN-Datei auf das Hauptfenster kann Freeware-Schach gestartet werden.

2.3.2 Eröffnung laden und betrachten

Damit können Sie die Züge jeder Eröffnung, die in der Eröffnungsdatenbank gespeichert sind, laden und auf dem Brett (wie eine geladene Partie) Zug für Zug betrachten und analysieren.
Die Funktion "Eröffnung laden und betrachten" finden Sie im Hauptmenü unter "Datei". Es öffnet sich ein Fenster mit einer Liste von cirka 500 Eröffnungen. Dieses Fenster ähnelt dem des Ladens einer Partie. Nachdem Sie eine Eröffnung ausgewählt haben, kann diese auf dem Schachbrett Zug für Zug mit den Pfeil-Tasten/Buttons durchgespielt werden.

2.4 Menüpunkt "Hilfe"

  • Mit der Funktion "Hinweis F1", öffnet sich ein kleines Fenster mit knappen, nützlichen Tipps.
  • Mit "Anleitung" wird dieser Text angezeigt.
  • Sie können die Homepage von Freeware-Schach aufrufen.
  • Im Info Fenster sehen Sie die Versionsnummer/-Datum sowie die Support-Email-Adresse.

3 Die Anwendung

Hier noch Anmerkungen zu dem Programm, die sich nicht auf den Spielablauf beziehen.
Erstellt wurde Freeware-Schach mit Dephi 7 (Pascal). Der Programmcode umfasst cirka 19500 Zeilen. Pascal setzt den Programmcode sehr effektiv um, sodaß es sich nicht lohnt zeitkritische Funktionen in Assembler zu schreiben. Meinen Dank an die Leute in den Delphi-Foren, die mir mit ihren Ratschlägen oft weiter geholfen haben!

3.1 Strategie

Der Aufruf "Zugberechnung" erfolgt rekursiv, bis die maximale Tiefe erreicht ist. Ist die letzte Tiefe erreicht, wird jede gegnerische Figur geprüft, ob diese "verlustfrei" zu schlagen ist. Das kann nur eine einfache, feldbezogene Prüfung sein (Ruhesuche oder Schlagabtausch). Ab der ersten- bis zur drittletzten Tiefe wird geprüft, ob es sich um "sinnvolle" Züge handelt. Nur diese werden in höheren Tiefen berücksichtigt. Damit läuft die Berechnung schneller. Stichwort "Optimierung".
Ferner wird die Berechnung in mehrere Threads aufgeteilt, damit erfolgt die Berechnung der Züge quasi parallel.
Dann gibt es noch eine "flache Bewertung". Damit ist gemeint:

  • Grundregeln in Anfangsphase (auch Eröffnungsdatenbank)
  • Rochade
  • Sicherheit, Fluchtmöglichkeit eigener König
  • Angriff auf gegnerischen König
  • Beweglichkeit aller Figuren
  • Austausch Figuren
  • Bedrohung des Gegners
  • Gabeln, Fesseln, Spieß
  • Stellung der Bauern
  • Deckung Figuren
  • Endphase (Bauernwandlung und König an den Rand drängen)

3.1.1 Eröffnungsphase

In Freeware-Schach ist eine Eröffnungsdatenbank mit cirka 500 Eröffnungen eingebaut. So weit wie es geht, werden diese Eröffnungszüge ab der Schwierigkeit "Mittel" verwendet. In der Statuszeile wird dann der Hinweis "Eröffng. DB" angezeigt, sowie der "ECO-Code".
Die wichtigsten Eröffnungen werden mit diesem ECO-Code bezeichnet. ECO bedeuted: "Encyclopedia of Chess Openings". Der ECO-Code besteht aus drei Zeichen: Das erste Zeichen ist ein Buchstabe (A..E), die beiden folgenden Zeichen sind Zahlen von 00..99.
Sollte die Eröffnungsdatenbank in der Konfigurationsdatei abgeschaltet sein, oder sie verwenden ungewöhnliche Züge, dann wird in der Anfangsphase darauf geachtet, dass die Figuren nach Möglichkeit das Mittelfeld beherrschen. Ferner kommt die Dame erst später in das Spiel.

3.1.2 Endphase

In der Endphase wird versucht, eine Bauernumwandlung zu erreichen und ein Figurentausch wird nach Möglichkeit verhindert.
Es wird versucht, den gegnerischen König nach Möglichkeit an den Rand zu drängen.

3.2 Hash Tabellen

Freeware-Schach berechnet mehrere Tiefen. Dabei treten in höheren Tiefen einige Stellungen mit derselben Figurenkonstellation mehrfach auf. Damit für diese Konstellation die Bewertungsrechnung nicht mehrmals durchgeführt werden muss, wird dessen Ergebnis in eine Hash-Tabelle gespeichert. Tritt die Figurenstellung wiederholt auf, wird dessen Bewertung nicht wieder aufwändig berechnet, sondern das Ergebnis wird direkt aus der Hash Tabelle geholt. Das bringt eine Zeitersparnis von cirka 20..50%. Der Einsatz von Hash Tabellen wird effektiver, je weiter das Spiel voran schreitet. In der Konfiguration kann die Verwendung von Hash-Tabellen abgeschaltet werden. Ferner kann dort auch die Speichergröße, die maximal zur Verfügung gestellt wird, festgelegt werden. Siehe auch Kapitel Konfigurationsdatei.

3.3 Konfigurationsdatei

Beim ersten Programmstart wird automatisch die Konfigurationsdatei "Schach-Konfig.cfg" in demselben Verzeichnis des Schachprogramms angelegt. Diese beinhaltet Grundeinstellungen, die mit einem einfachen Editor (z.B. Notepad) geändert werden können.
Der Text hinter einem Semikolon ist Kommentartext und wird nicht ausgewertet. Sie dürfen nur den Text nach dem Doppelpunkt ändern. Also eine Zahl oder den Text yes/no. Ab Version 3.25 habe ich die Konfigurationsdatei im Zuge der Mehrsprachigkeit auf "Englisch" umgestellt.
Beachten Sie, dass Ihre Änderungen erst wirksam werden, wenn Sie das Programm neu starten!
Sollten Sie die Konfigurationsdatei "kaputt geschrieben" haben, löschen Sie diese einfach. Beim nächsten Programmstart wird diese dann wieder neu erstellt. Folgende Einstellungen können Sie vornehmen:

Language
Spracheinstellung: "English", "German" oder "French".

Your name
Geben Sie hier Ihren Namen (3 bis 10 Zeichen) ein. Statt "Mensch" wird dann im Programm an einigen Stellen ihr Name angezeigt. Das ist etwas persönlicher. Auch in der "PGN"-Datei werden die Spielernamen verwendet.

HTML evaluation table
Wünschen Sie die Ausgabe einer Tabelle im HTML-Format, welche zu jedem möglichen Zug das Bewertungsschema zeigt, ersetzen Sie das Wort "nein" mit "ja". Eine Beschreibung der Bewertungstabelle finden Sie weiter unten.

Difficulty
Die eingestellte Schwierigkeitsstufe wird hier gespeichert. Beim nächsten Programmstart wird diese Stufe verwendet.

End of start phase
Hier können Sie festlegen, bis zu welchem Zug einschließlich die Startphase läuft. In der Bewertung wird damit das Ziehen der Dame, die Bauernzüge, die Beherrschung des Mittelfeldes und eine defensive Spielweise berücksichtigt. Der Vorgabewert ist 7.

Opening request
Schalten Sie hier die Verwendung der Eröffnungsdatenbank ein oder aus. Normalerweise sollte diese mit "Ja" eingeschaltet sein. Das Abschalten ist hauptsächlich (für mich) zum Testen vorgesehen. Bei Speicherproblemen könnten Sie testweise die Eröffnungsdatenbank abschalten.

Opening draw
Dies ist nur relevant, wenn der Computer die Partie beginnt. Hier kann festgelegt werden, welche Figur das Programm zuerst ziehen soll: Geben Sie zuerst das Startfeld und direkt danach das Zielfeld ein. Beispiel: "E2E4".
Alternativ kann der Computer nach jedem Spielstart eine andere Eröffnung automatisch wählen. Geben Sie einfach ein "X" ein. Dies ist die Voreinstellung. Tipp: Klicken Sie mit dieser Einstellung vor Spielbeginn mehrmals auf den Ampelbutton (Spielstart).

Random
Bei der Zugberechnung wird der Zufall mit berücksichtigt, damit nicht immer dieselben Züge gezogen werden. Je höher der Parameter, umso mehr fließt der Zufall mit ein. 0=kein Zufall, 100=empfohlen, 600=Maximalwert

Hash
Normalerweise sollte die Hashtabelle eingeschaltet sein. Falls Freeware-Schach nicht richtig laufen sollte, könnte man testweise die Verwendung der Hashtabelle hier mit "Nein" abschalten. Vielleicht reicht der Hauptspeicher nicht aus (falls es sich um einen Rechner älterer Bauart handelt).

Hash size
Hier wird die (in etwa) maximale Größe des Arbeitsspeichers (RAM) festgelegt, die für den Hash-Speicher zur Verfügung gestellt wird. Ein Wert im Bereich von 30 bis 300 MB kann eingegeben werden. Die Voreinstellung beträgt 130 MB. Sollte das Programm nicht stabil laufen, kann dieser Wert testweise herabgesetzt werden.

Multi thread
Maximale Anzahl der Threads für die Zugberechnung (Voreinstellung 6, maximal 30). Gibt die Anzahl der Berechnungen an, die quasi gleichzeitig durchgeführt werden.

Limit high deep
Grenze höhere Tiefe: Nur für Schwierigkeit Mittel und höher: Verringern sie den Wert, wenn erst später im Spielverlauf auf eine größere Tiefe geschaltet werden soll. Vorteil: Die Zugberechnung läuft schneller. Nachteil: Schlechtere Zugqualität. Mit der Vergrößerung des voreingestellten Wertes gilt das Gegenteil.

Color mark
Hier ist die Farbe der Markierung von den Feldern hinterlegt. Geben Sie eine Zahl von 1 bis 8 an. 1=hell, 8=dunkel. Probieren Sie aus, welche Farbe Ihnen am besten gefällt. Standardmäßig steht hier eine "5" (grün).

Mark fields last draw
Markierungssymbole der Felder des letzten Zuges ein/ausschalten.

Set of chessmen
Hier ist der ausgewählte Figurensatz (1 oder 2) hinterlegt.

File oppon. chess pgm.
Dateiname des ausgewählten gegnerischen Schachprogrammes im UCI-Fenster.

UCI ok
Hier ist hinterlegt, ob die letzte Verbindung zu einem UCI Programm erfolgreich war. Erst dann kann die Funktion UCI gegen Mensch gestartet werden.

UCI time
Zeit in Millisekunden, die einem gegnerischen Schachprogramm über die UCI-Schnittstelle zugewiesen wird.

Parameter für Fernschach
Bitte nicht ändern.

  • Mail ok (erfolgreiche Verbindung zum Mailserver)
  • Mail my name (Ihr Name)
  • Mail your address (Ihre Mailadresse)
  • Mail addr opponent (Mailadresse Gegner)
  • Mail name opponent (Name Gegner)
  • Mail white (Farbe der eigenen Figur ja=weiß)
  • SMTP server
  • SMTP user
  • SMTP pass (verschlüsseltes Passwort)
  • SMTP port
  • SMTP encryption (0=keine Verschlüsselung, 1=implizit, 2=explizit, 3=required)
  • SMTP authentification
  • POP server
  • POP user
  • POP pass (verschlüsseltes Passwort)
  • POP port
  • POP encryption (0=keine Verschlüsselung, 1=implizit, 2=explizit, 3=required)
  • POP iintervall
  • POP intervall variable

Set Test
Hier werden bis zu fünf Brettstellungen im FEN-Format hinterlegt. Diese können in der Funktion Setze Figuren mit den Hotkey-Tasten 1..5 aufgerufen werden.

Testbereich
Die Einstellungen "Debug" und "Hint" dienen für mich nur zu Testzwecken und sollten bei Ihnen immer auf "Nein" stehen.

4 Tabellen der HTML-Bewertungs-Dateien

Das Programm bewertet die Stellung der Figuren nach besonderen Kriterien. Wenn Sie sich dafür interessieren, können Sie sich das Bewertungsschema in einer Tabelle im HTML-Format anzeigen lassen. Vorher müssen Sie in der Konfigurationsdatei (siehe oben) die Tabellenerstellung einschalten!

Sie finden die Bewertungsdateien "Schach-Bewertung.html" und "Schach-Bewert-Vorschlag.html" im Verzeichnis Ihrer Anwendung. Letztere beinhaltet die Bewertung des aktuellen Vorschlags.
Öffnen Sie die HTML-Bewertungstabelle mit Ihrem Internet-Browser, sobald Ihr Computer den ersten Gegenzug berechnet hat. Nach jedem berechneten Zug müssen Sie in Ihrem Browser den Aktualisierungs-Button betätigen.
Diese Tabellen habe ich "für mich" zum Testen erstellt. Aber vielleicht interessieren sich auch andere Leute dafür.

4.1 Tabelle Statistik

In der Tabelle "Statistik" wird die Anzahl aller möglichen Züge sowie die Anzahl der sinnlosen Züge je Tiefe angezeigt. Ferner gibt es zwei Spalten "Hash Läufe" (siehe Kapitel "Hash Tabelle") und "Hash Effektiv"(Prozentsatz der eingesparten Berechnungen aufgrund Hash Tabelle).

4.2 Tabelle Bewertungen

In einer weiteren Tabelle wird jeder mögliche Zug mit seinen Bewertungen (beispielsweise "Schach" oder "Rochade") zeilenweise dargestellt. Der beste Zug wird farbig hervorgehoben.
Die Spalte "Schlagen" ist die wichtigste. Diese gibt den materiellen Verlust oder Gewinn eines jeden Zuges wieder.
Eine Spalte wird nur angezeigt, wenn mindestens ein Feld ungleich Null ist. Beispielsweise werden die Spalten für die Eröffnungsphase im fortgeschrittenen Spielablauf nicht mehr angezeigt.
Unterhalb der Tabelle steht eine grobe Beschreibung einiger Bewertungskriterien.

4.3 Tabelle Analyse Schlagen

Hier wird ersichtlich, welche besten Gegenzüge für beide Spieler der Computer berechnet hat. Damit kann nachvollzogen werden, wie das Programm den Zahlenwert in der Spalte "Schlagen" der Tabelle "Bewertungen" berechnet.
Die Zahl hinter "W" gibt den Wert der geschlagenen Figur nur für diesen einen Zug an. Der "S-Wert" ist die Summe der "W-Werte" über alle Gegenzüge. "G" bedeutet für den Spieler "Gefahr möglich". Bei "Hashwert" wird die Bewertung aus der Hashtabelle (siehe Beschreibung Hashtabelle oben) genommen. "Ruhe=0" oder "nur ein Feld + W" ist das Ergebnis der Ruhesuche / Schlagabtausch in der letzten Tiefe.